Sightseeing mit den Schweden

Letzte Woche hat Atokai (das Unternehmen, das unter anderem Dejima Kunikusa betreibt) Besuch von 5 Schweden bekommen! Alle sind ausgebildete Krankenpfleger und zwei von ihnen arbeiten diese Woche in einem japanischen Altenheim.

Am Dienstag (18.10.16) wurden wir daraufhin von Enjo-san, unserer Chefin, abends zum gemeinsamen Tempura (‚Fritiertes‘) essen eingeladen. Es war richtig fancy: wir hatten einen eigenen Raum, Koch und Bedienung in Kimono… von der uns auch ein Lätzchen umgebunden wurde 😀

 

Den Mittwoch darauf durften wir dann bei der Sightseeing-Tour dabei sein!
Nachdem wir eine halbe Stunde gearbeitet haben, ging’s mit dem Van zum Friedenspark. Danach haben wir das Atombomben-Museum besichtigt. Absolut lohnenswert, allerdings nichts für schwache Nerven und auch ein ziemlicher mood killer. Ich empfehle euch, unbedingt 300 Yen mehr für den Audio Guide zu investieren, solltet ihr die Gelegenheit haben, in das Museum zu gehen. Aber ich schreibe zum Museum / zur Atombombe noch einen extra Beitrag, da mich der Besuch dort echt beeindruckt hat.

Nach einer kurzen Stärkung im Café, gab es zu Mittag Okonomiyaki *__*

Danach sind wir zurück zum Friedenspark, um in den Orizuru (=Papierkranich) Tower zu gehen. Der Papierkranich steht in Hiroshima für Frieden und Hoffnung (dazu – wie schon erwähnt – mehr im Eintrag zum Atombombenmuseum). Wer es bis dahin nicht aushält und schon mal vorlesen will, kann sich hier schon mal informieren.
Jedenfalls hat man von oben eine wunderschöne Aussicht auf Hiroshima!! In einem Stockwerk drunter kann man interaktiv auf Bildschirmen Papierkraniche falten oder seinen „Avatar“ bewegen. Außerdem gibt es auch echte Papierkraniche zu falten, die man in eine Spalte zwischen Außenscheibe und Gebäude schmeißen kann und so das Gebäude praktisch damit füllt. Irgendwie schwer zu erklären, siehe Bilder ^^

Keine Zeit zu verschnaufen, denn danach ging es direkt weiter zum Hiroshima Castle! Der Übersetzter der Schweden und andere englischsprechende Japaner haben uns aber zu dem Zeitpunkt verlassen, so dass ich kurzerhand als Übersetzerin zwischen Takahashi-san und den Schweden fungiert habe. Ich bin direkt stolz darauf, dass das so gut geklappt hat! (Mit Wörter im offline Wörterbuch nachschauen natürlich). Jedenfalls haben wir im Schrein gebetet und jeder hat sein Glück gezogen ( ich hatte mittleres Glück 😀 ). Dabei haben wir auch zwei Kinder im Kimono gesehen. Wahrscheinlich haben sie 七五三 ( ’shichi-go-san‘ = Sieben Fünf Drei ) gefeiert: ein Fest, wenn die Kinder dieses Alter erreichen. Genau wusste es Takahashi-san aber auch nicht, jedenfalls durften wir Bilder machen.

Nach einer halben Stunde Kaffee-Pause in Dejima Kunikusa, ging es auch gleich weiter in eine andere Einsatzstelle von Dejima ( leider weiß ich den ganauen Namen nicht mehr ). Das Altersheim ist die älteste Einrichtung von Dejima und besitzt 100 Betten (zum Vergleich: Dejima Kunikusa hat 40). Es ähnelt auch eher einem Krankenhaus und die Bewohner teilen sich manchmal zu viert ein Zimmer. Insgesamt eine etwas beängstigende Atmosphäre, die Juliane und mir gezeigt hat, wie gut wir es in Dejima Kunikusa haben.

Nachdem Verträge zwischen Schweden und Atokai Chefs ausgetauscht wurden und nach endlos vielen Fotos, gab es endlich Abendessen! Leider in einer etwas steifen Atmosphäre, da wir
1. in dem uralten Haus der Cheffamilie von Dejima gegessen haben,
2. der Chef, seine Frau (Enjo-san) und ihr Sohn dabei waren
und 3. weder die Schweden, noch wir bei manchen Gerichten wussten, wie man die essen soll.
Es gab nämlich mehrere Gänge, alle unheimlich lecker und sehr edel. Und auch wenn Juliane und ich jeden Tag mit Stäbchen essen, fiel uns manches echt nicht leicht…

 

Danach sind wir satt und totmüde ins Bett gefallen, um am morgen wieder fit in die Arbeit zu gehen 🙂
Trotz dem straffen Programm ein richtig schöner Tag, an dem ich mich zum erstem Mal als richtiger Tourist gefühlt habe haha 😀

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